Blüte: Strelitzia NicolaiBlüte: Strelitzia Nicolai
Blüte: Strelitzia Nicolai
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Pflanze: Strelitzia Nicolai
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Strelitzia Nicolai

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Jungpflanzenbeschreibungen


Produktbeschreibung

Blüte: Strelitzia Nicolai
Blüte: Strelitzia Nicolai
Pflanze: Strelitzia Nicolai
Pflanze: Strelitzia Nicolai
Pflanze: Strelitzia Nicolai
Pflanze: Strelitzia Nicolai

Familie:

Musaceae ( Strelitziaceae ) Bananengewächse

Synonyme:

Strelitzia quensoni

Allgemeine Bezeichnung:

Baumstrelitzie, Tree Strelitzia, Natal Wild Banana

Herkunft / Verbreitung:

Die Strelitzia Nicolai kommt in Südafrika ab südlich East London im Ostkap bis Kwa Zulu-Natal weiter bis Mosambik und Simbabwe vor. Sie gedeiht hauptsächlich in der Dünenvegetation und in küstennahen immergrünen Wäldern an der südafrikanischen Ostküste. Häufig ist sie beispielsweise in der Küstenvegetation nördlich von East London.

Geschichtliches der Strelitzia Nicola

wurde 1858 durch Eduard August von Regel und Strelitza Nicolai: Friedrich August Körnicke in Gartenflora, 7, S. 265, Tafel 235 erstbeschrieben. Das Artepitheton Nicolai ehrt Zar Nikolaus I. Ein Exemplar dieser Art blühte 1858 in den herrschaftlichen Gärten in St. Petersburg und man erkannte, dass es sich um eine neue Art handelt.

Größe:

Die Strelitzia Nicolai kann in freier Natur eine Wuchshöhe von bis zu ca. 12 Meter erreichen. In Kübelkultur wird diese Höhe meistens nicht erreicht. Dort wird die Strelitzia Nicolai meist nur ca. max. 8m hoch.

Blätter:

Blätter: Strelitzia NicolaiStrelitzia Nicolai wächst baumförmig als immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze. Sie bildet mit ihren verzweigten Rhizomen dichte, horstartige Bestände. Der etwas verholzende Stamm ist hell bis dunkel und besitzt Markierungen durch die Blattnarben. Die zweizeilig am Stamm verteilten, an alten Pflanzen nur im oberen Bereich eine Art Fächer bildenden Laubblätter sind deutlich in langen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfachen, glattrandigen, glänzend graugrünen Blattspreiten besitzen eine Länge von bis zu 2 Meter und eine Breite von bis zu 60 Zentimeter. Die Blattspreiten zerreißen im Wind. Insgesamt wirken sie vegetativ wie Bananenpflanzen. Bei starker Sonneneistrahlung oder Wärme rollen sich die Blätter ein. Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus der Pflanze, die dadurch einer starken Wasserverdunstung über die Blätter entgegewirkt. Sind die Blätter der Strelitzie ständig eingerollt, weist es auf einen gestörten Wasserhaushalt oder Schädlinge hin. ( Punkte: " Schädlinge " ; " Wasserbedarf " )

Blüte und Samen:

Blüte: Strelitzia Nicolai Blüte: Strelitzia Nicolai Nektarvogel ( Hedydipna Collaris ) verholzte Samenkapsel Strelitzia Nicolaierholzte

Strelitzia Nicolai blüht erst im Alter von frühsten vier bis sechs Jahren, eher später. Um eine Blütenbildung der Strelitzie zu bewirken, braucht Sie im Winter eine Ruhepause ( siehe Punkt " Überwinterung " ). Strelitzia Nicolai blüht das ganze Jahr über, mit einer Hauptblütezeit im Frühling und Sommer. Es ist ein blattachselständiger, aufrechter Blütenstandsschaft vorhanden, der mit dem eigentlichen Blütenstand zusammen eine Länge von etwa 0,5 Meter aufweist. Ein auffälliges, großes, dunkles Hochblatt (die sogenannten Spatha) steht waagrecht oder weist etwas nach oben.

Es stehen mehrere Teilblütenstände übereinander (Unterschied zu Strelitzia Alba und Strelitzia Caudata mit einfachen Blütenständen). Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die jeweils drei Blütenhüllblätter sind in den beiden Kreisen in Form und Farbe sehr unterschiedlich. Von den drei weißen Blütenhüllblättern des äußeren Kreises (oft Sepalen = Kelchblätter genannt) ist das mittlere kleiner als die seitlichen. Von den inneren drei meist blauen (sehr selten weißen, bei Strelitzia Alba sind sie immer weiß) Blütenhüllblättern (oft Petalen = Kronblätter genannt) überdeckt das obere den Eingang zur „Nektarkammer“; die beiden großen seitlichen sind pfeilartig verwachsen und umhüllen den Griffel und die fünf fertilen Staubblätter.Der reichlich produzierte Nektar lockt Nektarvögel (Nectariniidae), beispielsweise Hedydipna Collaris und Cyanomitra Olivacea an.

Die Bestäubung erfolgt durch Vögel Setzt sich ein Nektarvogel auf die Pfeilspitze, um an den Nektar zu gelangen, öffnen sich die blau farbigen Blütenhüllblättern ( Pepalen = Kronblätter ) etwas und der verklebte Pollen wird freigesetzt. Am Kopfgefieder des Nektarvogels bleiben die Pollen kleben und werden dann bei der nächsten Blüte wieder überstreift. Da es den Nektarvogel hier zu Lande nicht gibt, muss man die Blüten künstlich bestäuben. Die Beschreibung dazu, finden Sie unter dem Punkt " Künstliche Bestäubung " auf der Startseite.

Mit der Zeit verwachsen die drei Fruchtblätter zu einem unterständigen Fruchtknoten. In diesem Fruchtknoten reifen die Samen heran. Die Samen reifen hauptsächlich zwischen März und Juli. Die Früchte / Samen werden in der Natur von Vögeln gefressen, nach gewiesen ist das für Phoeniculuspurpureus, Cossyphanatalensis, Cercotrichas signata, Acridotherestristis. Einigen Affenarten dienen Blüten und der Arillus als Nahrung. Die Fruchtknoten werden holzig und die Samenkapseln öffnen sich. Der Samen muss vor der Entnahme aus der Samenkapsel tief schwarz sein. Dies ist ein Merkmal, dass der Samen den richtigen Reifegrad hat. Die Samen von der Strelitzia Nicolai haben einen Durchmesser von 8 - 12 mm und weisen einen orangefarbenen, wolligen Arillus auf.

Standort / Lichtbedarf:

Während der Wachstumsphase ist es ratsam, die Strelitzia Nicolai an einen warmen, sonnigen und hellen Standort zu geben. Dabei ist zu beachten, dass die Strelitzia Nicolai langsam an die pralle Sonne gewöhnt wird. Vor allem nach der Überwinterung. Zeigen sich im Laufe der Zeit an den Strelitzien Blätter leichte Verbrennungen, sollte die Strelitzie mehr in einen Teilschattenbereich gestellt werden. Der Standort darf auch windig sein. Jedoch können die Blätter bei starkem Wind einreißen. Dies schadet der Strelitzie nicht. Steht die Strelitzie zu dunkel, kann es sein das sich die Blätter und die Blüten nicht richtig entwickeln. Bei den Blätter ist es meistens sichtbar durch einen sogenannten " Kümmerwuchs" , oder wenn die Strelitzie hellgrüne Blätter ausbildet. Dies darf jedoch nicht mit einem neu, ausgetriebenen Blatt verwechselt werden. Bei den Blüten macht es sich bemerkbar, in dem die Strelitzie keine Blüten bildet. Sollte die Strelitzie trotzdem Blüten bilden, sind diese oft kleiner als üblich.

Temperatur:

  • Sommer: 10° C - 30° C Wachstumsphase
  • Winter: ca. 8°C - 10° C Ruhephase

Wasserbedarf:

Die Strelitzie benötigt im Sommer sehr viel Wasser. Kalkarmes Wasser ( Regenwasser ) wird dazu vorwiegend verwendet. Der Wasserbedarf der Pflanze wird größer, um so mehr Blätter die Strelitzie bildet. Da bei der Strelitzie über die Blätter sehr viel Wasser verdunstet. Die Strelitzie sollte man möglichst Morgens vor den ersten Sonnenstrahlen gießen. Dies hat die Vorteile, dass die Strelitzie Nachts nicht zu sehr feucht steht und die Strelitzie das Wasser Tagsüber besser aufnehmen kann. Vor dem nächsten Gießen sollte die oberste Erdschicht abgetrocknet sein und der Rest des Erdsubstrates sollte größtenteils trocken sein. Jedoch sollte das Erdsubstrat nicht komplett trocken sein, da dadurch die Wurzeln beschädigt werden können. Die Folgen eines zu trockenen Erdsubstrates bestehen darin, dass die Wurzeln ein - bzw. vertrocknen. Dies trägt dazu bei, dass die Wurzeln nur noch bedingt Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Wiederum können die Wurzeln bei zu feuchtem Substrat und bei Staunässe an - bzw. abfaulen. Im Winter sollte während das Wachstum ruht, nur sehr sparsam gießen. Außer dem ist es ratsam, die Blätter mit einem Sprühgerät zu besprühen. Dies trägt zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei.

Düngung:

Während der Wachstumsphase sollte alle 4 - 5 Wochen mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Dabei ist auf ein feuchtes Erdsubstrat zu achten. Ist das Erdsubstrat zu trocken, ist eine Nährstoffaufnahme nur bedingt möglich und es besteht das Risiko das die Wurzeln verbrennen. Düngt man zu viel geht es zu Lasten der Blühfreudigkeit der Strelitzie. Da man das Blattwachstum anregt. Im Winter während der Ruhephase sollte auf eine Düngung verzichtet werden. Sollte gegebenenfalls gedüngt werden, sollte man nur ca. alle 6 - 8 Wochen mit einem viertel der sonst benutzten Menge düngen.

Substrat:

Das Substrat sollte locker und luftdurchlässig sein. Am besten verwendet man eine Mischung aus Kompost, Humus, Sand, Lava - / oder Tongranulat. Diese Mischung bewirkt eine bessere Wasserdurchlässigkeit und abtrocknen des Bodens. Dies ist wichtig, da die Wurzeln ansonsten absterben würden. Der PH - Wert sollte nicht über 7 sein.

Topf- / Kübelkultur:

In Ländern, in denen im Winter Frost und Schnee vorkommt ist eine dauerhafte Kultivierung im Freien nicht möglich. Die Strelitzia Nicolai wird dort als Kübelpflanzen kultiviert. Umpflanzen sollte man alle 2 - 4 Jahren oder wenn der Topf zu klein geworden ist. Dies macht sich bemerkbar wenn die Wurzeln aus den Wasserlöcher vom Topf heraus wachsen. Es ist außerdem ratsam die Strelitzie um zu pflanzen wenn die Strelitzie zu viele Blätter besitzt und dadurch immer umkippt. Wie üblich sollte der neue Topf nicht viel größer als der alte sein.

Vermehrung:

Aussaat:

 Startseite " Anzucht einer Strelitzie "

Teilung:

Die Strelitzia Nicolai lässt sich im jungen Alter noch durch Teilung vermehren, ( später durch die enorme Größe nicht mehr möglich ) jedoch sollte unbedingt darauf achten, dass die Wurzeln so wenig wie möglich beschädigt werden. Beschädigte Wurzeln regenerieren sich nur schwer.

Mögliche Vorgehensweise bei der Teilung einer Strelitzie:

  • Strelitzien Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen.
  • Altes Erdsubstrat von den Wurzeln entfernen
  • Wurzeln mit Wasser abwaschen
  • Wurzelballen mit sauberem Schnittwerkzeug mittig trennen
  • Die frischen Schnittkannten mit Wurzelhilfe versehen und für einige Stunden an der Luft leicht antrocknen lassen.
  • Pflanzen getrennt einpflanzen und leicht angießen

Der beste Zeitpunkt für eine Teilung der Strelitzien Pflanze ist das Frühjahr.

Schädlinge:

Ein Schädlingsbefall findet hauptsächlich im Winter statt. Gründe dafür sind häufig zu trockene Luft, oder wenn das Erdsubstrat zu feucht ist. Sollte ein Schädlingsbefall bemerkt werden, sollte man es zuerst mit Hausmittel oder Nützlingen versuchen. Sollte dies nicht den gewünschten Erfolg erbringen ist es ratsam chemische Spritzmittel anzuwenden.

Häufige Schädlinge der Strelitzie:

Blätter:

  • Blattläuse / Larven
  • Weiße Fliege / Larven
  • Wollläuse
  • Schildläuse
  • Spinnmilben

Erde:

  • Larven der Trauermücke

Überwinterung:

Die Überwinterung sollte ebenfalls hell bei einer Temperatur um ca. 10°C erfolgen. Die Überwinterung im Wohnraum ist ebenfalls möglich, jedoch werden hier erfahrungsgemäß seltener und weniger Blüten ausgebildet, auch ist verstärkt auf einen Schädlingsbefall ( Punkt: " Schädlinge " ) zu achten. Während der Wintermonate sollte die Strelitzie jedoch eher trocken gehalten werden. Diese Pflanzen wachsen über diesen Zeitraum nicht.

Pflanzenpflege:

Die Strelitzia Nicolai benötigen keinen Verschnitt, ein Entfernen zu vieler Blätter schadet der Strelitzia Nicolai sogar erheblich. Dennoch sollten welke Blüten und Blätter, beschädigte oder ausgetrocknete Pflanzenteile möglichst schnell entfernt werden. Diese sind nicht nur ein optischer Störfaktor, sie schwächen auch die Abwehrkräfte der Pflanze und können so das Risiko eines Befalls mit Schädlingen oder Erregern begünstigen. Aus eben diesem Grund ist es auch wichtig, auf saubere Schnittwerkzeuge zu achten.