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Strelitzia Caudata

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Keimbeutel mit vorbehandelten Samen


Produktbeschreibung

Blüte: Strelitzia Caudata
Blüte: Strelitzia Caudata
Blüte: Strelitzia Caudata
Blüte: Strelitzia Caudata

Familie:

Musaceae ( Strelitziaceae ) Bananengewächse

Synonyme:

Strelitzia

Allgemeine Bezeichnung:

Bergstrelitzie, African Desert Strelitzia, Swaziland Strelitzia

Herkunft / Verbreitung:

Strelitzia Caudata kommt im südlichen Afrika natürlich von Limpopo, Mpumalanga und Swasiland bis zum östlichen Hochland von Simbabwe vor. Sie gedeiht in kühlen, feuchten Bergwäldern und an felsigen Standorten, die reich an Laubstreu sind. Beispielsweise wächst sie in Wäldern auf der Südseite des Soutpansberg in Limpopo.

Geschichtliches der Strelitzia Caudata

wurde 1946 durch Robert Allen Dyer in Flowering Plants of Africa, Volume 25, Tafel 997 erstbeschrieben. Das Artepithetoncaudata bedeutet geschwänzt, dies bezieht sich auf ein Anhängsel eines Kelchblattes, das nur bei dieser Art vorkommt. Bei Moore & Hyypio 1970, Arnold & De Wet 1993 und Germishuizen 2003 wurde die Nomenklatur innerhalb der Gattung Strelitzia diskutiert und es wurden für diesen Artnamen keine Synonyme aufgeführt.

Größe:

Die Strelitzia Caudata kann in freier Natur eine Wuchshöhe von bis zu ca. 6 Meter erreichen. In Kübelkultur wird diese Höhe meistens nicht erreicht. Dort wird die Strelitzia Caudata meist nur ca. max. 4 Meter hoch.

Blätter:

Blätter: Strelitzia CaudataStrelitzia Caudata wächst baumförmig als immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze. Sie bildet mit ihren verzweigten Rhizomen dichte, horstartige Bestände. Der unverzweigte, etwas verholzende Stamm besitzt Markierungen durch die Blattnarben. Die zweizeilig am Stamm verteilten, an alten Pflanzen nur im oberen Bereich eine Art Fächer bildenden Laubblätter sind deutlich in langen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Ihre einfachen, glattrandigen, länglichen, etwa ledrigen, glänzend grünen bis gräulichen Blattspreiten besitzen eine Länge von bis zu 2 Meter und eine Breite von bis zu 60 Zentimeter. Die Blattspreiten zerreißen im Laufe der Zeit im Wind. Insfigure-container wirken sie vegetativ wie Bananenpflanzen. Bei starker Sonneneistrahlung oder Wärme rollen sich die Blätter ein.Dabei handelt es sich um einen Schutzmechanismus der Pflanze, die dadurch einer starken Wasserverdunstung über die Blätter entgegenwirkt. Sind die Blätter der Strelitzie ständig eingerollt, weist es auf einen gestörten Wasserhaushalt oder Schädlinge hin. ( Punkte: " Schädlinge " ; " Wasserbedarf " )

Blüte und Samen:

Blüte: Strelitzia Caudata Nektarvogel ( Hedydipna Collaris ) Verholzte Samenkapsel Strelitzia Nicolai

Strelitzia Caudata blüht erst im Alter von frühsten vier bis sechs Jahren, eher später. Um eine Blütenbildung der Strelitzie zu bewirken, braucht Sie im Winter eine Ruhepause ( siehe Punkt " Überwinterung " ). Strelitzia Caudata blüht das ganze Jahr über, mit einer Hauptblütezeit im Mai bis Juli. Sie kann aber auch noch im Herbst bis in den Winter hinein blühen. Es ist ein seitenständiger, aufrechter Blütenstandsschaft vorhanden. Es ist wie bei der Strelitzia Alba ein einfacher Blütenstand vorhanden ( Unterschied zur Strelitzia Nicolai bei der mehrere Teilblütenstände übereinander stehen.

Ein auffälliges 30 Zentimeter langes, 6 - 6,5 Zentimeter hohes und 3,5 Zentimeter dickes großes, dunkel violettes Hochblatt (die sogenannten Spatha) steht waagrecht oder weist etwas nach oben. Dies beinhaltet die zwittrigen Blüten. Und diese Blüten sind zygomorph und dreizählig. Die jeweils drei Blütenhüllblätter sind in den beiden Kreisen in Form und Farbe sehr unterschiedlich. Von den drei weißen ( der Blütenansatz kann leicht violett sein ) Blütenhüllblättern des äußeren Kreises (oft Sepalen= Kelchblätter genannt) ist das mittlere kleiner als die seitlichen und besitzt ein 5 - 6 Zentimeter langes und ein ca. 0,7 Zentimeter breites, schlankes Anhängsel ( darauf bezieht sich das Artepitheton Caudata ). Den inneren drei meist blauen (sehr selten weißen, bei Strelitzia Alba sind sie immer weiß) Blütenhüllblättern (oft Petalen = Kronblätter genannt) überdeckt das obere den Eingang zur „Nektarkammer“; die beiden großen seitlichen sind pfeilartig verwachsen und umhüllen den Griffel und die fünf fertilen Staubblätter.

Der reichlich produzierte Nektar lockt Nektarvögel (Nectariniidae), beispielsweise Hedydipna Collaris und Cyanomitra Olivacea an.Die Bestäubung erfolgt durch Vögel. Setzt sich ein Nektarvogel auf die Pfeilspitze, um an den Nektar zu gelangen, öffnen sich die blau farbigen Blütenhüllblättern ( Pepalen = Kronblätter ) etwas und der verklebte Pollen wird freigesetzt. Am Kopfgefieder des Nektarvogels bleiben die Pollen kleben und werden dann bei der nächsten Blüte wieder überstreift. Da es den Nektarvogel hier zu Lande nicht gibt, muss man die Blüten künstlich bestäuben. Die Beschreibung dazu, finden Sie unter dem Punkt "Künstliche Bestäubung" auf der Startseite. Mit der Zeit verwachsen die drei Fruchtblätter zu einem unterständigen Fruchtknoten. In diesem Fruchtknoten reifen die Samen heran.

Die Fruchtknoten werden holzig und die Samenkapseln öffnen sich. Der Samen muss vor der Entnahme aus der Samenkapsel tief schwarz sein. Dies ist ein Merkmal, dass der Samen den richtigen Reifegrad hat. Die Samen von der Strelitzia Caudata haben einen Durchmesser von 8 - 12 mm und weisen einen orangefarbenen, wolligen Arillus auf.

Standort / Lichtbedarf:

Während der Wachstumsphase ist es ratsam, die Strelitzia Caudata an einen warmen, sonnigen und hellen Standort zu geben. Dabei ist zu beachten, dass die Strelitzia Caudata langsam an die pralle Sonne gewöhnt wird. Vor allem nach der Überwinterung. Zeigen sich im Laufe der Zeit an den Strelitzien Blätter leichte Verbrennungen, sollte die Strelitzie mehr in einen Teilschattenbereich gestellt werden. Der Standort darf auch windig sein. Jedoch können die Blätter bei starkem Wind einreißen. Dies schadet der Strelitzie nicht. Steht die Strelitzie zu dunkel, kann es sein das sich die Blätter und die Blüten nicht richtig entwickeln. Bei den Blätter ist es meistens sichtbar durch einen sogenannten " Kümmerwuchs" , oder wenn die Strelitzie hellgrüne Blätter ausbildet. Dies darf jedoch nicht mit einem neu, ausgetriebenen Blatt verwechselt werden. Bei den Blüten macht es sich bemerkbar, in dem die Strelitzie keine Blüten bildet. Sollte die Strelitzie trotzdem Blüten bilden, sind diese oft kleiner als üblich.

Temperatur:

  • Sommer: 10° C - 30° C Wachstumsphase
  • Winter: ca. 8°C - 10° C Ruhephase

Wasserbedarf

Die Strelitzie benötigt im Sommer sehr viel Wasser. Kalkarmes Wasser ( Regenwasser ) wird dazu vorwiegend verwendet. Der Wasserbedarf der Pflanze wird größer, um so mehr Blätter die Strelitzie bildet. Da bei der Strelitzie über die Blätter sehr viel Wasser verdunstet. Die Strelitzie sollte man möglichst Morgens vor den ersten Sonnenstrahlen gießen. Dies hat die Vorteile, dass die Strelitzie Nachts nicht zu sehr feucht steht und die Strelitzie das Wasser Tagsüber besser aufnehmen kann. Vor dem nächsten Gießen sollte die oberste Erdschicht abgetrocknet sein und der Rest des Erdsubstrates sollte größtenteils trocken sein. Jedoch sollte das Erdsubstrat nicht komplett trocken sein, da dadurch die Wurzeln beschädigt werden können. Die Folgen eines zu trockenen Erdsubstrates bestehen darin, dass die Wurzeln ein - bzw. vertrocknen. Dies trägt dazu bei, dass die Wurzeln nur noch bedingt Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Wiederum können die Wurzeln bei zu feuchtem Substrat und bei Staunässe an - bzw. abfaulen. Im Winter sollte während das Wachstum ruht, nur sehr sparsam gießen. Außerdem ist es ratsam, die Blätter mit einem Sprühgerät zu besprühen. Dies trägt zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit bei.

Düngung:

Während der Wachstumsphase sollte alle 4 - 5 Wochen mit einem Flüssigdünger gedüngt werden. Dabei ist auf ein feuchtes Erdsubstrat zu achten. Ist das Erdsubstrat zu trocken, ist eine Nährstoffaufnahme nur bedingt möglich und es besteht das Risiko das die Wurzeln verbrennen. Düngt man zu viel geht es zu Lasten der Blühfreudigkeit der Strelitzie. Da man das Blattwachstum anregt. Im Winter während der Ruhephase sollte auf eine Düngung verzichtet werden. Sollte gegebenenfalls gedüngt werden, sollte man nur ca. alle 6 - 8 Wochen mit einem viertel der sonst benutzten Menge düngen.

Substrat:

Das Substrat sollte locker und luftdurchlässig sein. Am besten verwendet man eine Mischung aus Kompost, Humus, Sand, Lava - / oder Tongranulat. Diese Mischung bewirkt eine bessere Wasserdurchlässigkeit und abtrocknen des Bodens. Dies ist wichtig, da die Wurzeln ansonsten absterben würden. Der PH - Wert sollte nicht über 7 sein.

Topf- / KübelkultuR

In Ländern, in denen im Winter Frost und Schnee vorkommt ist eine dauerhafte Kultivierung im Freien nicht möglich. Die Strelitzia Caudata wird dort als Kübelpflanzen kultiviert. Umpflanzen sollte man alle 2 - 4 Jahren oder wenn der Topf zu klein geworden ist. Dies macht sich bemerkbar wenn die Wurzeln aus den Wasserlöcher vom Topf heraus wachsen. Es ist außerdem ratsam die Strelitzie um zu pflanzen wenn die Strelitzie zu viele Blätter besitzt und dadurch immer umkippt. Wie üblich sollte der neue Topf nicht viel größer als der alte sein.

Vermehrung

Aussaat:

 Startseite " Anzucht einer Strelitzie "

Teilung: 

Die Strelitzia Caudata lässt sich im jungen Alter noch durch Teilung vermehren, ( später durch die enorme Größe nicht mehr möglich ) jedoch sollte unbedingt darauf achten, dass die Wurzeln so wenig wie möglich beschädigt werden. Beschädigte Wurzeln regenerieren sich nur schwer.

Mögliche Vorgehensweise bei der Teilung einer Strelitzie:

  • Strelitzien Pflanze vorsichtig aus dem Topf nehmen.
  • Altes Erdsubstrat von den Wurzeln entfernen
  • Wurzeln mit Wasser abwaschen
  • Wurzelballen mit sauberem Schnittwerkzeug mittig trennen Die frischen Schnittkannten mit Wurzelhilfe versehen und für einige Stunden an der Luft leicht antrocknen lassen.
  • Pflanzen getrennt einpflanzen und leicht angießen

Der beste Zeitpunkt für eine Teilung der Strelitzien Pflanze ist das Frühjahr.

Schädlinge:

Ein Schädlingsbefall findet hauptsächlich im Winter statt. Gründe dafür sind häufig zu trockene Luft, oder wenn das Erdsubstrat zu feucht ist. Sollte ein Schädlingsbefall bemerkt werden, sollte man es zuerst mit Hausmittel oder Nützlingen versuchen. Sollte dies nicht den gewünschten Erfolg erbringen ist es ratsam chemische Spritzmittel anzuwenden.

Häufige Schädlinge der Strelitzie:

Blätter:

  • Blattläuse / Larven
  • Weiße Fliege / Larven
  • Wollläuse
  • Schildläuse
  • Spinnmilben

Erde:

  •  Larven der Trauermücke

Überwinterung:

Die Überwinterung sollte ebenfalls hell bei einer Temperatur um ca. 10°C erfolgen. Die Überwinterung im Wohnraum ist ebenfalls möglich, jedoch werden hier erfahrungsgemäß seltener und weniger Blüten ausgebildet, auch ist verstärkt auf einen Schädlingsbefall ( Punkt: " Schädlinge " ) zu achten. Während der Wintermonate sollte die Strelitzie jedoch eher trocken gehalten werden. Diese Pflanzen wachsen über diesen Zeitraum nicht.

Pflanzenpflege:

Die Strelitzia Caudata benötigen keinen Verschnitt, ein Entfernen zu vieler Blätter schadet der Strelitzia Caudata sogar erheblich. Dennoch sollten welke Blüten und Blätter, beschädigte oder ausgetrocknete Pflanzenteile möglichst schnell entfernt werden. Diese sind nicht nur ein optischer Störfaktor, sie schwächen auch die Abwehrkräfte der Pflanze und können so das Risiko eines Befalls mit Schädlingen oder Erregern begünstigen. Aus eben diesem Grund ist es auch wichtig, auf saubere Schnittwerkzeuge zu achten.